Warschau, Polen – Vom 9. bis 11. Juni 2026 zog die polnische Hauptstadt erneut die europäische Lebensmittelindustrie an. Das moderne Ausstellungszentrum Ptak Warsaw Expo in Nadarzyn – der größte Handelskomplex Mittel- und Osteuropas – schloss die achte Ausgabe der internationalen Industriemesse Warsaw Food Expo erfolgreich ab. Die Veranstaltung versammelte über 15.000 Besucher und mehr als 400 Aussteller aus 50 Ländern auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern, wobei Bulgarien nicht nur mit seinen traditionellen und biologischen Produkten für den HoReCa-Sektor, sondern auch mit seiner Auswahl an Gemüsekulturen hervorstach.

Strategischer Markt und vertiefte bilaterale Beziehungen

In den letzten Jahrzehnten hat sich Polen als eines der erfolgreichsten Länder Europas mit einer nachhaltig wachsenden Wirtschaft etabliert, die bereits die Billionen-Dollar-Marke überschreitet.

Die Modernisierung der Industrie, ein starker Inlandskonsum und steigende Einkommen machen das Land zu einem der vielversprechendsten Märkte in der Europäischen Union und zu einem wichtigen Logistikzentrum für die gesamte Region. Das gestiegene Interesse an innovativen, qualitativ hochwertigen, biologischen und handwerklich hergestellten Lebensmitteln schafft ein hervorragendes Umfeld für die Geschäftsentwicklung und den Ausbau der Exporte bulgarischer Produktion.

Polen

Polens Stand auf der BATA 2026 Landwirtschaftsausstellung

Ein Beleg für die immer engeren bilateralen Handelsbeziehungen ist auch die Tatsache, dass Polen ein wichtiger Teilnehmer an der bulgarischen Landwirtschaftsausstellung BATA 2026 war, die vom 1. bis 5. Juni in Stara Sagora stattfand. Dieser Austausch unterstreicht das gegenseitige Interesse und das Potenzial für eine langfristige Partnerschaft zwischen den beiden Ländern.

Bulgarische Beteiligung: Traditionen, guter Geschmack und Qualität

In diesem wettbewerbsintensiven Markt meldete Bulgarien eine bemerkenswerte Präsenz mit insgesamt 12 inländischen Unternehmen. Die Teilnahme wurde mit Unterstützung des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung, des Staatsfonds „Landwirtschaft“, des Verbandes der Obst- und Gemüseverarbeiter (UFVP) und des Zentrums zur Förderung der Zusammenarbeit in der Landwirtschaft zwischen China und den CEE-Ländern (CPCACCEEC) realisiert.

Kali 98

Interesse weckte der Gemeinschaftsstand, der vom Verband „Traditionelle bulgarische Konserven“ (ATBCF) organisiert wurde. Vier bulgarische Unternehmen präsentierten ihre Produkte, die sich durch reine Zutaten, den Verzicht auf Konservierungsstoffe und traditionellen Geschmack auszeichnen:

„Bulgarconserv Rupite“: Das Unternehmen bewarb seine Marke Sunny Trails und beeindruckte die Besucher mit hochwertigen Pfirsich- und Aprikosenkompotten.

„Kali 98“: Klassische bulgarische Produkte – Gjuwech, grüne Bohnen, geschälte Tomaten und Paprika. Es wurden auch spezielle Serien für den HoReCa-Sektor vorgestellt, die authentischen Geschmack mit natürlichen Zutaten verbinden.

„Peltina“: Der Hersteller nahm mit Ajvar, Pindjur, Lombarda-Paprika, königlichen Gurken, Letscho, Gjuwech, traditioneller Ljuteniza, Kohl- und Weinblättern, Sauerkraut und „Peperoni“-Paprika teil.

„Conservinvest“: Unter der Marke „Hortseto“ wurden traditionelle Produkte wie grobe Ljuteniza, Kyopolu, Ajvar und zuckerfreie Ljuteniza ausgestellt. Das Unternehmen präsentierte auch seine neueste Marke – My Family.

„Ich freue mich, mitteilen zu können, dass wir erneut auf guten Geschmack und Qualität setzen, die mit traditionellen bulgarischen Rohstoffen erreicht werden. Die Ausstellung gibt uns die Möglichkeit, eine direkte Verbindung zu Besuchern, Händlern und Distributoren herzustellen, was unser wertvollster Beitrag zur Erweiterung der Marktpräsenz unserer Produzenten im Ausland ist“, erklärte Antoaneta Bozhinova, Organisationssekretärin des ATBCF.

Innovationen, Selektion und ein Blick in die Zukunft

Geosemselect

Über die Konservenindustrie hinaus umfasste die bulgarische Präsenz auch andere Schlüsselsektoren. Interesse weckte auch das inländische Züchtungsunternehmen „Geosemselect“. Um die Qualität bulgarischer Gemüsesorten zu fördern, verschenkten sie über 50 spezielle kleine Tüten mit Tomaten-, Gurken-, Paprika- und Kohlsamen an die Besucher und ermutigten internationale Gärtner, die lokalen Sorten selbst anzubauen und zu probieren.

An den bulgarischen Ständen wurden auch hochwertige Milchprodukte, Nüsse, Honig und ausgewählte Weine präsentiert.

Während des dreitägigen Forums fand die renommierte Poland Food Conference sowie eine Reihe thematischer Seminare und Workshops zu Lebensmittelsicherheit und neuen Technologien statt. Für die inländischen Aussteller erwies sich die Warsaw Food Expo 2026 als unschätzbare multifunktionale Plattform für Erfahrungsaustausch, den Aufbau dauerhafter Kontakte und die erfolgreiche Expansion bulgarischer Unternehmen auf der europäischen Bühne.


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