Plovdiv – „Wissenschaft und Industrie sind keine zwei parallelen Welten, sondern zwei Seiten desselben Strebens nach einer nachhaltigeren Zukunft." Mit dieser Botschaft eröffnete Prof. Dr. B. Iwanowa, Rektorin der Landwirtschaftlichen Universität Plovdiv, die internationale Konferenz Cleantech Vision 2026, die am 18. Juni 2026 stattfand.
Die dem Wissenstransfer gewidmete Veranstaltung machte Plovdiv zu einem Knotenpunkt für Wissenschaft, Wirtschaft und internationale Partner. Haupttreiber des Forums ist das Zentrum für saubere Technologien und effiziente Biomassenutzung (CCBRE) und Prof. Mandaliev, der als Direktor des Zentrums fungiert, wobei das Projekt von der Europäischen Union kofinanziert wird.
„Der wahre Wert einer wissenschaftlichen Entdeckung bemisst sich nicht nur an den Publikationen, die sie beschreiben, sondern an ihrem tatsächlichen Weg in die Praxis“, betonte Prof. Iwanowa nachdrücklich. Das Ziel des Zentrums (CCBRE) ist es genau, die geschaffenen Kenntnisse und Fähigkeiten direkt an die Wirtschaft weiterzugeben.
Starke internationale Präsenz und Schweizer Expertise
Die Konferenz zeichnete sich durch eine bedeutende internationale Beteiligung aus, wobei der Schweizer Expertise im Bereich Umwelttechnologien besondere Aufmerksamkeit zuteilwurde. Der Botschafter der Schweiz in Bulgarien, S.E. Pierre Hagmann, hob die aktive Entwicklung von Partnerschaften mit Schweizer Teilnehmern aus dem privaten und öffentlichen Sektor im Bereich sauberer Technologien hervor.
Ausländische Experten beteiligten sich ebenfalls an der Diskussion, wie Dr. Hans Musch (Geschäftsführer des Schweizer Unternehmens Renergia AG), der die Notwendigkeit einer klaren Rollendefinition zur Erzielung konkreter Ergebnisse betonte, und Dr. Karina Anguelieva vom Internationalen Zentrum für Wissenschaft und Technologie (ISTC, Kasachstan), die die Teilnehmer aufforderte, ihre Ziele nicht aufzugeben und Veränderungen mutig anzunehmen.
Aufbau eines funktionierenden Systems zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
Damit ein echter Technologietransfer stattfinden kann, ist eine starke Verbindung zu Investoren erforderlich. Laut Anton Todorow, Vorsitzender des Vorstands des Nationalen Innovationsfonds, besteht die strategische Rolle solcher Initiativen darin, das Risiko auf dem Weg von der Grundlagenwissenschaft zu realen Investoren zu verringern.
In diesem Zusammenhang stellte Ing. Plamen Panchev, Geschäftsführer der „Trakia Economic Zone", fest, dass die Landwirtschaftliche Universität bereits eine hervorragende Grundlage biete. Seiner Meinung nach ermöglicht diese Grundlage die schnelle Verwirklichung realer Innovationsprojekte innerhalb eines bereits „funktionierenden Systems zwischen Wirtschaft und Wissenschaft".
Die abschließende Podiumsdiskussion der Konferenz, die gemeinsam mit Partnern von BASE organisiert wurde, bot Unternehmern und Innovatoren die Gelegenheit, reale Lösungen für ein saubereres und nachhaltigeres Wirtschaften zu präsentieren. Das Thema wurde am zweiten Tag im Rahmen der Internationalen Sommerschule fortgesetzt, die von Dr.-Ing. Rosen Kosturkow organisiert wurde. Das Programm bezog Doktoranden und junge Forscher der Landwirtschaftlichen Universität – Plovdiv, der Technischen Universität – Plovdiv, der Universität für Lebensmitteltechnologien und des Internationalen Zentrums für Wissenschaft und Technologie in Kasachstan ein.
Ein Symbol des Wachstums
Die Konferenz Cleantech Vision 2026 endete mit einem symbolischen Akt – der Pflanzung eines Baumes im Universitätshof. Eine spezielle Tafel weist darauf hin, dass er vom CCBRE-Team als lebendiges „Symbol für nachhaltige Entwicklung, Innovation und die Verbindung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Natur" gepflanzt wurde.
Das Forum hat bewiesen, dass der Übergang zu einer saubereren und effizienteren Wirtschaft keine bloße Zukunftsvision, sondern eine bereits heute gestaltete Realität ist, wenn wissenschaftliches Potenzial und Unternehmergeist zusammenwirken.